Kiew Fotos

Hey ihr Lieben,

da ich meine ganzen Eindrücke aus Kiew noch in einem Text verarbeiten möchte (falls ich denn jemals dazu Zeit habe!), möchte ich euch nur mit Fotos von meinem drei tägigen Aufenthalt in Kiew erzählen. Okay, und drei Fakten gibt’s obendrauf auch noch!

IMG_8615.JPG
Majdan, bekanntester Platz Kiews

Fakt 1: lange Busfahren sind lang. Wirklich lang. Ganze 24 Stunden brauchte ich von Wroclaw nach Kiew und zurück ebenso lang. Auf dem Rückweg stand ich auch noch 6 (!!) Stunden an der Grenze fest- anstrengend. Vor allem, wenn man in Bussen nicht schlafen kann. Und dann musste ich von Wroclaw ja auch noch nach Zary kommen bzw auf der Hinfahrt von Kiew in meiner Unterkunft. Insgesamt war ich also locker 36 Stunden unterwegs. Für gerade mal drei Tage, die ich dann dort verbrachte. Lohnenswert? Ja! Nochmal? Ja! Aber zumindest die Bustour brauch ich nicht gleich nochmal. Das nächste Mal plane ich so, dass die Bahnverbindungen mit meinen Plänen zusammenpassen!

( Bilder: Kathedralen und Kirchen im orthodoxen Stil an jeder Ecke. Moskau grüßt.)

Fakt 2: Ich verstand nichts. Vollkommen hilflos stand ich nach meiner Ankunft am Busbahnhof in Kiew und stellte fest, dass meine Freundin an einem anderen Busbahnhof stand. Ziemlich aufgeschmissen wartete ich, bis sie bei mir war. Ich fühlte mich nicht nur fremd, sondern gleich wie ein Analphabet, verstand ich weder die Sprache, noch die Schrift. In den folgenden drei Tagen, erarbeitete ich mir aus dem Alltag, aus dem Gesehenden einige kyrillische Buchstaben, sodass ich irgendwann einzelne Worte verstand und lesen konnte. Dass ich im Gesprochenen nichts verstand, lag vermutlich vor allem daran, dass meine Begleitungenen russisch untereinander sprachen…

(Bilder: oben links und rechts: Gemäldeverkäufer; rechts mitte: Graffiti; unten: Street Art. Das Mädchen stellt Kiew dar.)

Fakt 3: Ich mochte die Stadt- aber gleichzeitig auch nicht. Ich bewunderte die großen, prunkvollen Kathedralen, den Majdan, die tiefste U-Bahn Europas (die zweittiefste weltweit), die neuen Shoppingparadiese, die gigantischen Ausmaße dieser Riesenstadt, die dreimal größer als Berlin ist. Und ich sah, dass ein Teil dieser Stadt sehr arm war, Häuser bewohnt waren, die schon seit 10 Jahren abgerissen sein müssten, Straßenverkäufer, Bettler, einfach gekleidete Menschen. Wo ich in Polen oft den „Charme des Alten“ sehe, sah ich in Kiew das hässliche Gesicht der Vergangenheit. Hinfahren? ja. Nochmals hinfahren? Auch ja. Aber zum wohnen kann ich mir die Megastadt nicht vorstellen.

Kiew und auch die Fahrt waren eine Erfahrung wert. Und ich werde wieder kommen, um all das anzusehen, was ich aus Zeitgründen nicht sehen konnte. Auch nach Lviv, also Lemberg möchte ich fahren. Zum Glück ist der Weg von Krakau aus schon ein paar Stunden kürzer… ;)

Liebe Grüße und kommt gut in die neue Woche,

Sofia

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