Lieblingscousine

Das letzte Wochenende verbrachte ich mit meiner Lieblingscousine in Wroclaw. Während sie nach langer Fahrt pünktlich mit ihrem Fernbus am Busbahnhof ankam, fiel ausgerechnet der Zug, mit dem ich fahren wollte aus. Man hatte wohl beschlossen, ein paar Züge wegen der Schienenersatzverkehrsbusse zu streichen- nur zeigte mir e podroznik, bis dahin meine Bahnapp des Vertrauens, das nicht an. Andere Bahnseiten tun dies. Aus meinem Vorsatz, e podroznik nicht mehr zu benutzen, wurde allerdings nur so lange etwas, bis ich feststellte, dass es die einzige mir bekannte App war, die auch Busfahrten anzeigte….

Nun ja, jedenfalls kam ich mit einer Stunde Verspätung dann auch mal in Wroclaw an. Nach einer herzlichen Begrüßung suchten wir uns ein Restaurant, das zu später Stunde noch geöffnet hat und aßen Pizza. Um Mitternacht wurden wir herausgeworfen und wir machten uns auf den Weg ins Hostel. In der alten Molkerei, die sehr schön eingerichtet war, quatschten wir noch bis spät in die Nacht, bis wir ins Bett fielen. Am nächsten Morgen weckten uns vor unserem Wecker zwei Polen, die quer durch das Achterzimmer laut und auf Englisch redeten. Na super. Doch so hatten wir immerhin mehr vom Tag.

Nach einem Frühstück am rynek (günstig aber mager) schauten wir uns die Stadt an. U.a. holten wir uns Himbeeren und Blaubeeren von der hala targowa und bestiegen diese Kirche mit der Brücke. Nachmittags zogen wir zu unserem host, einem bekannten von Lisa. Abends entscheiden wir uns für Pasta für den Magen und eine free city tour für den Kopf. Als wir abends nach Hause möchten, wird es problematisch: der Nachthalbmarathon blockiert den halben öffentlichen Verkehr und natürlich auch unsere Buslinie. Die einzige die fährt. Einmal pro Stunde. Als wir gerade schon nach langem Warten beschlossen haben, ein Taxi zu nehmen, kam doch ein Bus und wir kamen irgendwie zu Hause an.

Am nächsten Tag, am Sonntag, frühstückten wir lecker Französisch bei Giselle, verstauten unser Gepäck am Bahnhof (nachdem wir warten mussten, dass ein Spind frei wird!) und fuhren nochmal in die Stadt. Während es am Samstag ziemlich kalt bei 13 Grad und Regen war, knallte am Sonntag die Sonne 10 Grad mehr auf unsere haut. Auf Grund der Hitze und meinem begeisterten Kreislauf, verbrachten wir den Rest des Tages mit Blick auf die oder und die Dom Insel auf einer schattigen Bank, redeten und machten Fotos. Und dann- war das wunderschöne Wochenende auch schon wieder vorbei…

Dann am Montag eröffnete mir meine Mentorin, dass dies die letzte Schulwoche sei. Ich war leicht geschockt- ging ich doch fest davon aus, noch zwei Wochen in meiner Schule zu haben. Aber nun gut. Irgendwie sind jetzt doch schon Ferien! Am Freitag wurde ich sehr lieb verabschiedet und habe auch ein paar Tranchen verdrückt. Tja, so ist das bei mir ;) es war auf jeden Fall eine wunderschöne Zeit in meiner einsatzstelle, vielen Dank dafür! Einen ausführlichen Abschlussbericht hebe ich mir auf.

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